Was wir wollen 

Unser Wohnprojekt beinhaltet den grundsätzlichen Anreiz in Gemeinschaft mit anderen Menschen, die sich noch selbst versorgen können und keine Betreuung benötigen, altersgerecht wohnen und einen erfüllten Lebensabend genießen zu können. Dazu gehört die möglichst interessante Gestaltung des Alltags ob mit Tieren, Sport, Hobbys, Wellness und gemeinschaftlichen Tätigkeiten im Haus bzw. auf dem Außengelände, ohne auf ein eigenes Umfeld im Rahmen des gewohnten eigenständigen Wohnens verzichten zu müssen. Wir wollen keinen Altenheimcharakter und legen Wert auf Toleranz, Achtung, Respekt und Akzeptanz dem anderen gegenüber, sowie Wertschätzung für das Geschaffene. Wir suchen Niemanden der zu uns kommt, um nur seinen eigenen Interessen nachzugehen. Es geht vielmehr darum die Ideale einzelner als Bereicherung für alle zu sehen und diese möglichst gemeinschaftlich umzusetzen, wie z. B. gemeinsam zu musizieren oder zu singen, gemeinsam zu basteln oder zu bauen, zu kochen oder zu backen oder einen gemeinsamen Ausflug zu machen. Und auch nach vorn zu schauen und sich Ziele zu setzen gehört dazu. 

In unseren gemeinschaftlichen Diskussionen setzen wir voraus, das diese fair und respektvoll geführt werden, unabhängig von der Bildung, dem Beruf oder dem Erfahrungsstand.     

Wer zu uns kommt hat seine komplette eigene Wohnung, sollte wenn notwendig auch für andere Hausbewohner da sein und kann dann aber auch auf seine Nachbarn zählen. Er kann Gemeinschaft und gute Nachbarschaft pflegen, ohne gleich alles zu teilen.  

Wir streben nach einer Gemeinschaft mit möglichst viel Freiheit und wenigen notwendigen Regeln. Wichtig ist die Tuchfühlung zu den Nachbarn und die nachbarschaftliche Hilfe, die mit zunehmendem Alter immer wichtiger werden kann. Unterstützt wird dieses Ziel durch eine weitgehend barrierefreie Architektur, die Begegnungen fördert. 

Wir wollen, dass auch bei zunehmenden Altersbeschwerden oder Krankheiten möglichst keiner das Projekt verlassen muss. Wenn notwendig soll Hilfe von Außen durch Pflegedienste ins Haus geholt werden. Im Erdgeschoss kann man sich treffen oder gemeinsam Kochen/Backen. Es gibt eine kleine Terrasse vor und eine große Terrasse hinter dem Haus, ein überdachtes und beheiztes Schwimmbad, ein Fitnessraum sowie Pavillons. 

Die Initiatoren (Dagmar & Jörg Thieleke) wollen dieses Projekt nicht von außen beobachten, sondern vielmehr selbst Bestandteil dieses Projektes sein. Denn auch sie wollen in der Gemeinschaft alt werden und die Vorzüge des Geschaffenen genießen. 

Die Mieten sollen bezahlbar bleiben. Das geht aber nur dadurch, dass sich möglichst, wer kann, einen bestimmten Anteil an Eigenleistungen übernimmt, so z. B. zur Vermeidung von Leistungen für Hausmeistertätigkeiten, Verwaltung, einer Reinigungsfirma und eines Gartenbaubetriebes. Ziel ist den Großteil der anfallenden Arbeiten möglichst in der Gemeinschaft selbst zu realisieren und sogar Wartungs- oder Reparaturarbeiten durchzuführen. Das erfordert jedoch auch Mieter, die bereit und in der Lage sind hier auch mit anzupacken. Das kann gern auch durch unter Fünfzigjährige passieren.